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Seite im Umbau! Seite im Umbau! Seite im Umbau! Seite im Umbau!

Die Testphase...   Bericht folgt.

so, nun der Testbericht:

die Achse  (Holz auf Holz) läuft bei guter Schmierung erstaunlich leicht und sehr verschleissarm. Die Halterung der Nabenbuchse musste wegen der zu dünnen Mittelbohle umgearbeitet werden. Die Deichselstangen wurden inzwischen durch einen gegabelten Eschenstamm ersetzt.

Als Schmierstoff kam bisher modernes Schmierfett mit sehr guter Wirkung und ein Brei aus zerstoßenen Oliven mit Olivenöl, befriedigende Wirkung, zum Einsatz. In der nächsten Saison werden tierische Fette probiert.

Der Beginn eines völkerwanderungszeitlichen Wagens. Die dreiteiligen Scheibenräder kommen in dieser Form in ganz Europa vor, die jüngsten Funde datieren in das 4. Jh. n.Chr.

Handgemachte frühalamannische Keramik vor dem Brennen

 .... was zu der schönen schwarzen Färbung führt ...

Die Scherben im Hintergrund belegen allerdings auch eine zahlenmässige Reduktion. Das könnte außer an meiner wilden Feuerführung (inklusive Herumtrampeln auf der Erdschicht) auch daran liegen, daß der Ton nicht ausreichend gemagert war. Beim nächsten Mal ...

... Grubenbrand, zugedeckt, also reduzierend ...

Testbericht: gut verwendbare Gefässe. Wichtig ist eine gründliche Reinigung nach Gebrauch, sonst bildet sich, je nach Inhalt, auf der unglasierten Innenfläche leicht Schimmel. Keramik, die nur einmal gebrannt war, hat sich nach einer Nacht im Regen teilweise wieder in Ton zurück verwandelt, war also nicht heiss genug gebrannt. Der Verzicht auf das Herumtrampeln auf der eingegrabenen Ware hat die Erfolgszahl deutlich verbessert.

 

Fährfloss aus Einbäumen. Über Erwähnungen römischer Schriftsteller und wikingerzeitliche Funde bis hin zur Heilbronner Einbaumfähre im Spätmittelalter in ähnlicher Bauart weit verbreitet.

 

Testbericht: mit diesem Floss wurden in den letzten Jahren erfolgreich mehrere Tausend Personen über den Neckar übergesetzt, bei ungefähr 15 Personen sank das Floss wegen unvorsichtigem Besteigen. Die Tragfähigkeit wurde durch die Anbringung von Setzborden deutlich erhöht. Die Einbäume lagern nun seit vier Jahren schwimmend im Wasser und sind in hervorragendem zustand, obwohl sie aus einfachem Fichtenholz bestehen. Für Viehtransporte (mutmaßlicher Zweck der Heilbronner Fähre) halte ich das Floss aber für zu labil, dazu sollten die Schwimmkörper überdeckelt werden, weil dieses Fahrzeug anders als ein Floss aus massiven Stämmen bei einseitiger Belastung vollschlagen kann und dann Schwimmkörper für Schwimmkörper Wasser aufnimmt und unter Last untergeht.

  Zelte: man könnte den Versuch wagen und ein Zelt nach Vorlage aus dem Utrecht-Psalter auch in einer brauchbaren Größe nachbauen ...

Testbericht: inzwischen sind einige Zelte in dieser Form entstanden, der einfache Schnitt und der schnelle Aufbau (2 Personen/knapp 10 Minuten) sowie das hervorragende Raumklima überzeugen offensichtlich. Die im Foto sichtbare Höhe von 3,80 m reicht zum Durchreiten allerdings noch nicht aus.

Unsere Zelte bestehen aus relativ leichtem Leinen, funktionieren dank der steilen Dachneigung aber trotzdem gut. Dafür sind sie auch innerhalb kurzer Zeit wieder trocken. Anders als bei dichter gewobenem Leinen schlägt bei einsetzendem Starkregen ein paar Minuten lang etwas Sprühnebel durch, bis die Fasern genügend gequollen sind, danach ist es dicht. Der klare Vorteil von unimprägnierten Stoffen ist der, daß man sie nicht nachimprägnieren muß, wer hätte es gedacht, man spart sich die Chemie und es funktioniert trotzdem.

 

Fortsetzung Testbericht: 3 Jahre später. Unsere Zelte funktionieren immer noch gut. Interessanterweise ist diese Form und die mutige Höhe inzwischen häufiger bei einschlägigen Händlern zu finden. Haben wir nur den Zeitgeist getroffen oder etwa eine Inspiration geliefert?